Unsere nächsten Veranstaltungen
Freitag, 30. Oktober, ab 19 Uhr | Donnerstag, 19. November, ab 19 Uhr |
"Das Theater mit der Liebe" Lesung mit Helge Bader, der sein 2. Buch vorstellt. Mit Humor und Tiefgründigkeit setzt er sich in seinen Gedichten wieder mit den Alltäglichkeiten, aber auch den Absonderheiten zwischenmenschlicher Beziehungen auseinander. Die Lesung wird musikalisch umrahmt vom Duo „Good2Groove“, Sophie Daniel (Gesang und Keyboard) wird begleitet von Jojo Daniel (Schlagzeug). Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich | "Immer auf Empfang: Umgang mit sozialen Medien/KI und die Folgen" Schule, Arbeit, Freizeit oder Hobby: Informationen und Tipps holen sich Kinder (und Erwachsene) selbstverständlich aus dem Internet und mit Hilfe von KI. Parallel nimmt die internationale Debatte über den Einfluss sozialer Medien (TikTok, Instagramm, YouTube…) an Fahrt auf, die Diskussion über Altersgrenzen für soziale Medien zeugt davon. Doch wwede "soziale Medien“ noch KI wird nicht mehr verschwinden. Gemeinsam mit Wissenschaftlern, Lehrern, Schülern und lokalen Experten werfen wir einen Blick auf die Techniknutzung und deren Folgen werfen. Anmeldung unter event@das-otto-neuburg.de |
Trends, Zukünfte und Szenarien: Der Zukunftsnavigator
3 Stunden Zukunft, so könnte man den Abend im otto beschreiben: Dr. Gerhard Schönhofer von der THI stellte den an der Hoch-schule entwickelten und vom Bay. Foresight-Institut und Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Zukunfts-navigator vor. Da sich die Teilnehmenden vorab mit dem Tool Zukunftsnavigator vertraut machten und eine persönliche Trendkarte erstellten, war es für alle einfacher, schnell einzutauchen in die gemeinsame Arbeit der Szenarien Reports. Es entwickelten sich angeregte Diskussionen über verschiedenen Einschätzungen und die Gewichtung von Einflussfaktoren über verschiedene Zeit-horizonte zu den Themen Tourismus, Gesundheit und Arbeitsmarkt in der Region Neuburg. Beim Thema Tourismus reichte die Szenario Planung von einem möglichen barrierefreien Neuburg mit autonomen Fahrzeugen über den "Gesundheitshotspot Neu-burg" bis hin zum "Malle an der Donau", d.h. der Donaustrand als Treffpunkt für Schüler und Studierende aus ganz Deutschland. Kontrovers wurde der Arbeitsmarkt und die Entwicklung von Remote Arbeit diskutiert: Wohin geht die Reise? Welchen Einfluss hat die Demographische Entwicklung? Wer arbeitet mit wem zusammen und welche neuen Dienstleistungen können sich daraus entwickeln? Zuversicht machte sich breit, denn wenn bisherige Tätigkeiten und Angebote der Transformation unterliegen, schafft dies auch Raum für neue Ideen und Initativen. Der Zukunftsnavigator eröffnete sowohl einen Denk- wie auch einen Diskussions-raum, den wir alle noch mehr nutzen sollten und Spaß macht es auch noch.
Gutes Sitzen ist harte Arbeit: Besuch beim Autozulieferer Faurecia in Neuburg
Kaum zu glauben: alle 30 Minuten verlässt ein LKW das Neuburger Faurecia Werk in der Ruhrstraße, um die von Audi bestellten Sitzgarnituren präzise se-quenziert und taktgenau direkt an die Montagelinie des Audi Q6 e-tron und A6 e-tron nach Ingolstadt zu liefern. Dabei leisten die ca. 400 Neuburger Mitar-beiter Schwerstarbeit. Sowohl die Zahl (850 Stück) der täglich gefertigten Sitzgarnituren (Vordersitze und Rückbank) als auch die Vielfalt der Varianten (u.a. 88 verschiedene Sitzbezüge, 316 verschiedene Rückenlehnenbezüge ...) erfordern anspruchsvolle Logistikprozesse, um die Einzelteile von Standorten aus Polen, Rumänien oder Nordafrika nach Neuburg zu bringen. Dort werden diese dann im 80 Sekunden-Takt in Handarbeit zu-sammengebaut. Zwischen der endgültigen Reihenfolge der Bestellung seitens des Herstellers und dem Einbau in's Auto liegen nur 6 Stunden. Stefan Resch, der Standortleiter, gab unserer Gruppe nicht nur einen Überblick über die sehr komplexen Logistikprozes-se, sondern führte uns auch durch die Sitzefertigung, wo deutlich wurde: Hinter jedem guten Sitz, steckt harte Arbeit.
Das Fahrzeugsicherheitszentrum "CARISSMA" der THI arbeitet an der VISION ZERO
Mehr als ein Dutzend Interessierte nutzten die Gelegenheit das Testzentrums CARISSMA an der THI Ingolstadt zu besuchen. Thomas Dorsch, wissenschaftlicher Forschungsreferent des Instituts, nahm uns nach einem Überblick über die Schwerpunkte, Standorte und Teststrecken von CARISSMA mit auf eine Rundtour durch die Labore. Anhand aufgebauter Versuchsstände konnten wir einen Eindruck gewinnen, wie herausfordernd die Forschung zum Autonomem Fahren ist, das vor allem in den "Automobil-Ziel-ländern" China und Indien, mit ihren massiven städtischen Stausituationen, immer mehr nachgefragt ist. Dabei spielt die Technik CAR2X, also die Kommunikation eines Fahrzeugs mit seiner Umgebung - Autos, Motorräder, Fahrräder - eine Schlüsselrolle. Doch auch das Spannungsverhältnis zwischen "immer mehr Technik", "steigender Fehleranfälligkeit" und "höhere Kosten für ein Fahr-zeug" wurde lebhaft diskutiert. Der Besuch endete in der mehr als 100 Meter langen Versuchshalle des Instituts, bei der Regen und Nebel innerhalb weniger Minuten simuliert werden können, um der VISION ZERO (null Verkehrstote im Straßenverkehr) näher zu kommen.
Unsere Wasserversorgung: 3 Brunnen, 220 Meter Tiefe, 345 km Leitung
Beim Besuch des Wasserwerks Sehensand Mitte September wurde eines klar: Um beim selbstverständlichen Aufdrehen des Wasserhahns ein einwandfreies Lebensmittel zu erhalten, ist ein komplexes Zusammenspiel von Natur, Technik und menschlicher Kompetenz notwendig. Christian Schmid, Wassermeister der Neuburger Stadtwerke, nahm sich ausführlich Zeit und erklärte uns den Weg des Neuburger Tiefenwassers aus einer Jura Karstquelle im Sehensander Forst, gefördert über drei Brunnen in ca. 220 Meter Tiefe, in das seit 1995 betriebene Wasserwerk. Das 12 Grad kalte Wasser wird dort mehrstuftig aufbereitet (u.a. enteist) und in zwei Hochbehältern zwischengespeichert, bevor es dann in das 345 km lange Netz eingespeist wird. Erfahren haben wir auch, dass das Wasser im alten Wasserwerk "Am Brandl" gechlort wurde, die Milchwerke Neuburg der größte Verbraucher im Netz sind und aufgrund unterschiedlicher Höhenlagen das Netz in sechs Druckzonen eingeteilt ist und u.a. die Hochbehälter an der Donauwörther Straße oder in Gietlhausen erfordern. Hier noch ein Video der Stadtwerke zum Wasserwerk.
Herbstausstellung „Blühende Farben“ von Theresa Marb
Das kräftige Rot der Mohnblume, ob abstrakt oder gegenständlich, sticht bei unserer neuen Ausstellung sofort in's Auge. Doch auch andere florale Formen und pflanzliche Strukturen kennzeichnen die Bilder der Künstlerin Theresa Marb. Bei der Vernissage - musikalisch begleitet von Sonja Auer-Strobl und Norbert Knobloch - Anfang September entlockte Gerhard Stiglmair im Gespräch der Künstlerin, die auch als Lehrerin für Malerei und Zeichnen an einer Waldorfschule tätig ist, interessante Details über den Schaffensprozess und die Verbindung von Malerei und Pädagogik. Wie schon so oft war auch diese Vernissage ein bewährter Treffpunkt von Neuburgerinnen und Neuburgern zum Schauen, Plaudern und Zuhören. Die Ausstellung ist bis November immer Donnerstag und Freitag, 13-18 Uhr oder nach Vereinbarung (0170 778 5318) zu besuchen.
Von der Milchstraße direkt in die Logistikkette
Exklusive Exkursion der otto-Mitglieder
Ende Juli besuchten Mitglieder unseres Vereins den Forschungscampus in Garching. Wir starteten mit dem Besuch des ESO Supernova Planetariums und tauchten ein in die Ausstellung und die Planetariumsshow „Tour durch das Sonnensystem“. Im Anschluss ging's quer über den Campus zum Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) von Prof. Johannes Fottner. Dieser nahm uns mit auf eine zweistündige Wanderung durch vergangene und aktuelle Logistikkonzepte, diskutierte mit uns die Herausforderungen, die Leistungsfähigkeit aber auch die Grenzen der Digitalisierung und das notwendige Zusammen-spiel von Mensch, Maschine und Prozess, um Effizienz und Effektivität gleichermaßen zu gewährleisten. Ein kleiner Spaziergang durch das Labor des Lehrstuhls rundete den Tag ab. |
Das was übrig bleibt: Besuch der Müllverwertungsanlage (MVA) in Ingolstadt
Täglich ca. 1000 Tonnen Restmüll aus der Region 10 (IN, ND, EI, PAF), dem Landkreis Roth, Erding und Garmisch-Partenkirchen finden in der MVA Ingolstadt ihre Endstation. Sie ist eine von 14 MVA in Bayern (66 in Deutschland) und 130 Mitarbeiter kümmern sich 365 Tage rund um die Uhr darum, dass unser Müll fachgerecht angeliefert und bei ca. 850 bis 1250 Grad Celsius verbrannt wird; nur etwa zehn Prozent (Metalle und Schlacke) des angelieferten Abfalls bleiben zurück und werden verkauft oder weiter-verarbeitet, zusätzlich wird die Stadt Ingolstadt mit Strom und Wäre versorgt. Bei unserem Besuch Anfang Juli startete unsere otto-Besuchergruppe unter fachkundiger Anleitung von Britta Schönfeld die dreistündige Tour am Müllbunker. Wir besuchten die Krankanzel, die Hochöfen, erhielten einen Überblick über die Energiegewinnung und sprachen mit den Mitarbeitern des zentralen Lagezentrums der MVA. Den Abschluss bildete der Rundblick vom 40 Meter hohen Gebäude der MVA bei bester Fernsicht und insgesamt ein besseres Verständnis für die Kehrseiten unserer Konsumgesellschaft.
Schwere Maschinen, Anspruchsvolle Arbeit: Betriebsbesuch bei RailMaint GmbH
Eine Werkstatt für Güter-, Kessel- und Schiebewandwagen zu besuchen, ist nicht alltäglich und deren Arbeitsumfänge auch vielen Menschen in der Region wenig bekannt. Martin Artner, der Werkleiter der RailMaint GmbH in Oberhausen (ehem. Wifo), nahm sich zwei Stunden Zeit und führte uns durch den Standort, an dem 180 Mitarbeiter pro Jahr ca. 3000 Wagons reinigen, überholen und instandsetzen. Nach der Abholung der Waggons per eigener Lok am Bahnhof in Unterhausen - die Kunden kommen aus Deutsch-land, Österreich und der Schweiz - werden diese in den Hallen von Railmaint zunächst gereinigt. Diese industrielle Reinigung der Waggons, die u.a. mit Benzin, Diesel, Kerosin, Bitumen oder Chemikalien befüllt waren, ist eine gesundheitliche und ökologische Herausforderung, so daß der Standort über eine eigene Kläranlage verfügt. Danach wechseln die hochqualifizierten Mitarbeiter Radsätze, Schweißen, machen Dichtigkeitsprüfungen und schwere Instandsetzungsarbeiten. Eine echte Knochenarbeit. Der Standort selbst, der sich auf mehr als ein Hektar erstreckt, blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits in den 1930iger Jahren wurde neben der Eisenbahninstandsetzung auch ein Netz von Tanklagern gebaut, um die Rohstoffversorgung in Krisen- und Kriegszeiten sicherzustellen. Diese Tanklager sind heute noch in Betrieb, doch dies wäre eine andere Exkursion.
Leichtbau, Steifigkeit und Energieeffizienz: Betriebsbesuch bei Metawell in Neuburg
Rund zwei Dutzend Interessierte konnten sich Ende März bei einem zweieinhalbstündigen Besuch der Firma Metawell GmbH einen spannenden Einblick in die Welt der innovativen Aluminium-Leichtbauelemente verschaffen. Nach der Begrüßung durch die beiden Geschäftsführer Michael Schiekel und Herbert Fährrolfes gaben Isabel Kriegl und Ulrike Mares einen umfänglichen Einblick in den Betrieb mit anschließender Führung durch die Hallen. Im Betrieb arbeiten ca. 165 Beschäftigte, welche sämtliche Produkte direkt in Neuburg entwickeln, konzipieren und fertigen, bevor diese weltweit exportiert werden – rund 80 Prozent der Produktion gehen ins Ausland. Beeindruckt zeigten sich die Besucher von der Vielseitigkeit der Metawell-Produkte: Sie finden sich im Bahnhof Am-sterdam, am Flughafen München, auf AIDA-Schiffen, in ICE-Zügen, U- und S-Bahnen oder sogar – wie in Kasachstan – in ganzen Stadtvierteln wieder. Der charakteristische Wellenkern der Aluminiumplatten verleiht außergewöhnliche Steifigkeit bei geringem Gewicht. Wird dieser Kern zusätzlich mit Sand gefüllt, bietet er eine hervorragende Schalldämmung. Die Produkte sind zudem zu 100 Prozent recycelbar und für Temperaturen von –40 bis +80 °C geeignet – ein beeindruckendes Beispiel für nachhaltige Inge-nieurskunst „Made in Neuburg“.
Handwerk trifft Hightech: Besuch in der Sattlerei Fichtbauer in Rennertshofen
Neudeutsch würde man die Sattlerei Fichtbauer in Rennersthofen wohl als Hidden Champion bezeichnen. Die einzige Sattlerei für Pferdesättel in Bayern, fünf Auszbildende, ca. 300 Sättel pro Jahr und Kunden aus der ganzen Welt. Thorsten Fichtbauer nahm sich persönlich Zeit und führte uns durch seinen Betrieb mit eigener Reithalle. Interessant: Auch dieses alte Handwerk enwickelt sich weiter und digitalisiert sich. Bezog der Betrieb bis vor einigen Jahren den Sattelbaum noch aus dem Ausland, so stellt er die-sen heute im 3D-Drucker selbst her mit kurzen Lieferketten. Das darin verbaute Metall kommt aus Burgheim und die Leder aus Deutschland. Der Sattlermeister wusste nicht nur einige Anekdoten aus seinem langen Berufsleben zu erzählen, sondern auch viel Fachliches über Pferde, über Lederarten, zur Lederbearbeitung und den verschiedenen Sattelarten. Ein beeindruckender Besuch in einer unscheinbaren Ecke im Rennertshofener Gewerbegebiet.
Zum Valentinstag: Ein Abend für Romantiker, Verliebte, Literaten und Musikfreunde
Zum zweiten Mal las Helge Bader im vollbesetzten otto Gedichte aus sei-nem Buch „Die Zyklen der Liebe. Die Zuckererbse und ich“. In seinen kurz-weilig vorgetragenen Gedichten sieht er die Liebe als Reise: Vom Über-schwang des Sprühens beim ersten Kennenlernen über das Blühen und das gemeinsame Wachsen bis hin zum Welken. Dabei ist das Fazit des Abends: Liebe ist tägliche Arbeit an sich selbst. Musikalisch begleitet wurde er vom Neuburger Urgestein Tom Schmid, der auch über den Schaffensprozess sei-ner eigenen Lieder sprach und mit englischen, österreichischen und eige-nen Liebesliedern den Abend abrundete. Heiter und mit einem wissenden Lächeln genossen die Besucherinnen und Besucher den "Abend der Liebe".
Experimentell, Groovig & Außerirdisch:
Vernissage und Jam-Session mit Ingo Campus
Schneizi Ausstellung und Versteigerung für guten Zweck
Über den Jahreswechsel gab es eine eher ungewöhnliche Ausstellung im otto: Bilder von Alfred Zellerer, den Neuburgern besser bekannt unter „Schneizi“. Viele Schulfreunde und Wegbegleiter fanden den Weg in's otto, um sich die Ausstellung anzusehen und waren sehr überrascht, dass "Schneizi" auch malte. Blumen, Landschaften, Tiere, gekonnt mit feinem Pinselstrich. Ende Januar wurden im vollbesetzten otto die Bilder ver-steigert. Manfred Basel führte gekonnt und humorvoll, mit einigen Anketoden über Schneizi, durch die Versteigerung. Die dabei erzielte Summe von 170 Euro wurde an die Stiftung "Für Neuburger" gespendet, um die gemeinnützige Arbeit für Neuburger Kinder zu unterstützen.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit:
Ein Spannungsfeld, das es jeden Tag zu gestalten gilt
Ein Kunstgriff des Referenten Prof. Holger Hoppe, Studiengangsleiter für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement an der THI Ingolstadt/Campus Neuburg, eröffnete die erste Veranstaltung des Jahres 2026: Er zeigte eine Präsentation, die er von Chat GPT, Notebook LLM, Perplexity und Gamma AI - also durch KI - erstellen ließ. Dabei war die Grundaussage des Abends gesetzt: Digitali-sierung verändert unser Leben. Das Thema "Digitalisierung und Nachhaltigkeit - passt das zusammen?" wurde zu Beginn der Ver-anstaltung von zwei KI-Personen diskutiert, die verschiedenste Pro- und Contra-Argumente anführten. Die Besucher erlebten einen interessanten Ritt durch die doppelte Transformation (Digitalisierung und Nachhaltigkeit) und deren Spannungsfelder, u.a. hoher Energie- und Rohstoffverbrauch, Rebound-Effekt und steigender Elektroschrott versus die Notwendigkeit der Digitalisierung (Res-sourceneffizienz, digitaler Zwilling), um die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN umzusetzen. Die Besucher waren gefordert sich mit ihrem Konsum- und Digitalverhalten auseinanderzusetzen, was zu lebendigen Diskussionen führte.
Vergnüglich und Besinnlich: „Es geht um die Liebe“
Lesung und Musik mit Helge Bader und Tom Schmid
Die Zyklen der Liebe spannen einen weiten Bogen vom ersten Glühen im Kennenlernen, dem Aufblühen, bis zum Welken in der Be-ziehung und möglicherweise bis zur Erstarrung in der Kälte des Winters. Von all diesen Stadien erzählen die Gedichte von Helge Bader, manchmal mit einem Schmunzeln, mit aller Heiterkeit und gelegentlich auch vom Schmerz und tiefen philosophischen Er-kenntnissen. Auf diese Weise wird auch immer ein Teil seines Lebens, seines Erlebens sichtbar, das er mit seinen Zuhörern teilt, die sich an diesem Abend recht zahlreich zu seiner Lesung im otto eingefunden haben. Unterstützt wurde die Lyrik durch den Ge-sang und das Spiel von Tom Schmid, der immer die passenden Ergänzungen zum Wort in Form eines Liedes fand, bereits von Beginn an, als er mit "Friday I am in love" in einer bayerischen Textfassung startete.
Physik, Chemie und Biologie in einem
Die Vorsitzende des Vereins "das otto" und Organisationssoziologin Sandra Siebenhüter stellte am Montagabend die vielfaltigen Veränderungen der Arbeitswelt vor. Schnell wurde deutlich, dass es dabei nicht nur um Technik, Software und digitale Assistenz-systeme geht, sondern vor allem auch um Daten, neue und veränderte Geschäftsmodelle und um die Menschen, die sich in dieser schnell ändernden Arbeitswelt zurechtfinden müssen. Der Einstieg in den Abend begann mit den eigenen Erfahrungen der Zuhörer und mit einer Abfrage darüber, welche technischen Tools, Assistenzsysteme und neue methodische Arbeitsformen sie in ihren Firmen selbst erleben. Damit war der Ton des Abends gesetzt, was zu spannenden und aufschlussreichen Einschätzungen seitens der Zuhörer führte. Neben den konkreten technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Veränderungen der Arbeitswelt wur-den aktuelle wissenschaftliche Thesen zur Zukunft der Arbeit intensiv diskutiert. Am Ende waren sich alle einig: Wir sind noch lange nicht am Ende dieser Entwicklung.
Hier finden Sie die Berichterstattung auf unserer Homepage
für die Jahre 2021 - 2024 (ohne Fotos)
































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